Haarausfall: Häufige Ursachen und wann man sich Sorgen machen sollte
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Fast jeder macht sich irgendwann einmal Sorgen, wenn er mehr Haare als gewöhnlich in der Bürste oder unter der Dusche entdeckt. In den allermeisten Fällen ist dies nur vorübergehend und lässt sich erklären. Hier erfahren Sie, wie Sie den Unterschied erkennen können.
Ein normaler Sturz oder ein besorgniserregender Sturz?
Ein Haarausfall von 50 bis 100 Haaren pro Tag gilt als normal: Dies entspricht dem natürlichen Haarzyklus, bei dem sich ein Teil der Haarfollikel ständig in der Ausfallphase befindet, um Platz für ein neues Haar zu schaffen. Diese Zahl variiert je nach Person, Jahreszeit und Haarlänge – bei langem Haar entsteht bei gleichem Haarvolumen der Eindruck eines stärkeren Haarausfalls.
Was einen Haarausfall auszeichnet, der beobachtet werden sollte: ein deutlicher und über mehrere Wochen anhaltender Anstieg, kahlen Stellen oder ein Haarausfall, der mit anderen Veränderungen einhergeht (Kopfhaut, allgemeine Symptome).
Die häufigsten Ursachen für vorübergehenden Haarausfall
Der saisonale Rückgang
Viele Menschen stellen im Herbst und, in geringerem Maße, auch im Frühjahr einen stärkeren Haarausfall fest. Der genaue Mechanismus ist noch umstritten, doch das Phänomen ist gut bekannt und klingt in der Regel innerhalb weniger Wochen von selbst ab.
Stress und emotionale Schocks
Ein stressiges Ereignis – eine Prüfung, ein Trauerfall, eine große Veränderung im Leben – kann dazu führen, dass eine große Anzahl von Haarfollikeln gleichzeitig in die Ausfallphase übergeht. Die Zeitspanne zwischen dem Ereignis und dem sichtbaren Haarausfall beträgt in der Regel zwei bis drei Monate, weshalb es manchmal schwierig ist, diesen Zusammenhang selbst zu erkennen.
Die Zeit nach der Geburt
Nach der Entbindung sind viele junge Mütter von Haarausfall betroffen, der eine direkte Folge der hormonellen Schwankungen ist. Dieser bildet sich in der Regel innerhalb des folgenden Jahres wieder zurück.
Mangelerscheinungen und restriktive Ernährungsweisen
Ein Eisen- oder Zinkmangel oder eine unzureichende Proteinzufuhr – was bei sehr restriktiven Diäten oder unausgewogenen veganen Ernährungsweisen häufig vorkommt – kann mehrere Wochen nach Beginn des Ungleichgewichts zu diffusem Haarausfall führen.
Hormonelle Veränderungen
Absetzen oder Wechsel der Verhütungsmethode, Schilddrüsenstörungen, Perimenopause: Hormonelle Schwankungen sind insbesondere bei Frauen eine häufige Ursache für Haarausfall.
Was hilft, eine Phase des Rückschlags zu überstehen
Der erste sinnvolle Schritt ist Geduld: Angesichts der Zeitspanne von zwei bis drei Monaten zwischen der Ursache und dem sichtbaren Haarausfall dauert es ebenfalls mehrere Monate, bis eine Besserung eintritt. Eine langfristig ausgewogene Ernährung, die Vermeidung des Teufelskreises, in dem der durch den Haarausfall verursachte Stress den Haarausfall selbst noch verschlimmert, sowie die Einbeziehung einer einfachen täglichen Maßnahme anstelle einer einmaligen Lösung sind die realistischsten Ansatzpunkte.
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Anzeichen, bei denen man einen Arzt aufsuchen sollte
- Deutlich abgegrenzte kahle Stellen statt eines diffusen Haarausfalls.
- Ein plötzlicher und sehr starker Rückgang ohne erkennbaren Auslöser.
- Eine juckende, gerötete Kopfhaut oder eine Kopfhaut mit starker Schuppenbildung.
- Ein Sturz, der länger als sechs Monate andauert, ohne dass eine Besserung eintritt.
- Ein Ausbruch, der mit starker Müdigkeit, unregelmäßiger Menstruation oder anderen allgemeinen Symptomen einhergeht.
In solchen Fällen kann ein Arzt oder Dermatologe die genaue Ursache – Mangelerscheinung, Schilddrüsenerkrankung, Alopezie – feststellen und eine geeignete Behandlung vorschlagen.