Wasser, Tee, Kaffee, Kräutertee: Welches Getränk versorgt den Körper am besten mit Flüssigkeit?
Teilen
Tee und Kaffee wirken dehydrierend, stilles Wasser ist das einzige Getränk, das wirklich zählt, ein Kräutertee ist kein Ersatz für ein Glas Wasser: Diese Vorstellungen kursieren schon seit Jahrzehnten. Hier erfahren Sie, wie es wirklich aussieht – Getränk für Getränk.
Ein hartnäckiger Mythos: Koffein führt zu Flüssigkeitsverlust
Das Argument lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Koffein wirkt harntreibend, sodass dadurch mehr Flüssigkeit verloren geht, als zugeführt wird. Theoretisch stimmt das – Koffein erhöht die Urinausscheidung leicht. In der Praxis ist dieser Effekt jedoch gering und lässt mit zunehmender Gewöhnung nach: Wer regelmäßig Kaffee trinkt, entwickelt eine teilweise Toleranz gegenüber dieser harntreibenden Wirkung.
Die Bilanz fällt nach wie vor deutlich positiv aus: Eine Tasse Tee oder Kaffee, die normal getrunken wird, führt unter dem Strich zu einem größeren Flüssigkeitsgewinn als -verlust. Die Vorstellung, dass ein Getränk mehr „austrocknet“ als es mit Flüssigkeit versorgt, ist nicht stichhaltig.
Getränk für Getränk – worauf es wirklich ankommt
Stilles Wasser
Das ist der Goldstandard: ohne Zusatzstoffe, ohne zu beachtende Nebenwirkungen. Es bleibt die einfachste Wahl – vorausgesetzt, man trinkt es, was für viele Menschen genau das Problem ist. Da es geschmacksneutral ist, vergisst man es im Laufe eines hektischen Tages leicht.
Tee und Kaffee
Sie tragen voll und ganz zur täglichen Flüssigkeitszufuhr bei, Koffein oder Tein eingeschlossen. Die einzige wirkliche Einschränkung ist indirekter Natur: Ab einer bestimmten Anzahl von Tassen kann Koffein den Schlaf stören oder Ängste auslösen – ein Thema für sich, das nichts mit der Flüssigkeitszufuhr an sich zu tun hat. Welche Tees sollte man abends vermeiden →
Kräutertees und Aufgüsse
Ein Kräutertee enthält weder Tein noch Koffein und besteht im Wesentlichen aus Wasser – heiß oder kalt –, das mit Kräutern oder Früchten aromatisiert ist. Er wird zu 100 % auf die tägliche Flüssigkeitszufuhr angerechnet, ohne dass dabei die für Tee oder Kaffee geltenden Einschränkungen gelten. Außerdem lässt er sich am einfachsten in großen Mengen trinken, gerade weil er auch ohne Zuckerzusatz gut schmeckt.
Zuckerhaltige Getränke und „Energiegetränke“
Auch sie spenden Flüssigkeit – das darin enthaltene Wasser bleibt schließlich Wasser. Das Problem ist nicht die Flüssigkeitszufuhr, sondern die Menge an Zucker, die man dabei zu sich nimmt, wenn sie zum Hauptgetränk des Tages werden.
HYDRA-T – Feuchtigkeitspflege-Ritual
Ein fruchtiger Korallen-Tee mit Ananas, Hibiskus und Hagebutte, bio-zertifiziert und teinfrei – der Vorteil eines Kräutertees ohne die Probleme, die Tee oder Kaffee mit sich bringen.
Welche sollte man also wählen, um mehr zu trinken?
Die Frage lautet fast nie: „Welches Getränk versorgt den Körper am besten mit Flüssigkeit?“ – die meisten sorgen für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Die eigentliche Frage lautet: Welches Getränk möchten Sie den ganzen Tag über immer wieder gerne trinken? Wie viel sollte man pro Tag trinken – in der Praxis →
In dieser Hinsicht haben Kräutertees einen echten Vorteil: Sie ermöglichen es, den Geschmack zu variieren, ohne jemals Zucker hinzuzufügen, wodurch man sie problemlos in größeren Mengen trinken kann – im Gegensatz zu stillem Wasser, das schneller langweilig wird, als man denkt. Den vollständigen Leitfaden zur Flüssigkeitszufuhr lesen →
Das Wichtigste auf einen Blick
- Tee und Kaffee führen nicht zu Flüssigkeitsverlust: Ihre harntreibende Wirkung ist zwar vorhanden, aber gering und wird durch die zugeführte Flüssigkeit weitgehend ausgeglichen.
- Jedes alkoholfreie Getränk trägt zur täglichen Wasseraufnahme bei – einschließlich Kräutertees und Aufgüsse.
- Ein zuckerfreier Kräutertee gilt als aromatisiertes Wasser: ein einfacher Weg, um ganz nebenbei mehr zu trinken.
- Das entscheidende Kriterium ist nicht, „welches am besten mit Feuchtigkeit versorgt“, sondern welches Sie gerne und in größeren Mengen Tag für Tag trinken werden.