Tägliche Haarpflege: Was hilft (und was schadet)

Man braucht weder eine komplizierte Routine noch zehn Produkte. Ein paar gezielte Handgriffe machen den entscheidenden Unterschied – und umgekehrt schaden manche weit verbreitete Gewohnheiten mehr, als dass sie helfen.

Die Häufigkeit des Waschens: Es gibt keine allgemeingültige Regel

„Man sollte sich alle zwei Tage die Haare waschen“ – diese Aussage hat keine einheitliche wissenschaftliche Grundlage: Die richtige Häufigkeit hängt vom Typ der Kopfhaut (fettig, trocken, empfindlich) und vom Lebensstil ab. Eine fettige Kopfhaut muss möglicherweise häufiger gewaschen werden, während eine trockene Kopfhaut oft von längeren Abständen zwischen den Haarwäschen profitiert. Auf die eigene Kopfhaut zu hören, ist zuverlässiger als eine allgemeine Regel.

Was am meisten schadet: Hitze

Täglicher Gebrauch von Föhn auf höchster Stufe, Glätteisen und Lockenstab schwächt die Haarfaser und begünstigt Haarbruch. Dabei ist nicht das nachwachsende Haar betroffen, sondern die bereits erreichte Länge: Das Haar bricht ab, bevor es seine volle Länge erreicht hat.

Ein paar einfache Maßnahmen begrenzen den Schaden: moderate Temperatur, Trocknen an der Luft, wann immer möglich, und Abstände zwischen wiederholten Anwendungen direkter Hitze.

Die richtige Zahnputztechnik

Nasses Haar ist elastischer und empfindlicher: In diesem Zustand bricht es beim Bürsten am leichtesten. Wenn man das Haar von den Spitzen zur Haarwurzel hin entwirrt – und nicht umgekehrt –, werden die Belastung und der Haarbruch verringert.

Sehr straffe und wiederholt getragene Frisuren (täglicher hoher Pferdeschwanz, straff gezogene Zöpfe) üben einen ständigen Zug auf die Haarwurzeln aus, was den Haaransatz auf Dauer schwächen kann.

Die Kopfhaut – das oft vernachlässigte Thema

Oft kümmert man sich um die Haarlängen und vernachlässigt dabei den Haaransatz. Eine sanfte Kopfhautmassage von einigen Minuten – entweder beim Waschen oder im trockenen Zustand – regt die Durchblutung an und lässt sich ganz einfach und angenehm in den Alltag integrieren. Auch längere Sonneneinstrahlung ohne Schutz schwächt die Kopfhaut, die bei der Sonnenschutzroutine oft vergessen wird.

Eine einfache Routine, kurz zusammengefasst

Geste Häufigkeit
Waschen Je nach Kopfhaut, nicht aus Prinzip
Direkte Wärme So selten wie möglich, gemäßigte Temperatur
Kopfhautmassage Ein paar Minuten, mehrmals pro Woche
Die Spitzen schneiden Alle 8 bis 12 Wochen

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Eine einfache tägliche Maßnahme, die sich leicht in den Alltag integrieren lässt: Biotin trägt zur Erhaltung normaler Haare bei (die Wirkung kann von Person zu Person variieren).

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