Sachet kraft de matcha cérémonial bio Bothé à côté d'un petit tas de poudre de matcha vert vif

Matcha zubereiten: der komplette Ratgeber (pur, als Latte, auf Eis)

Intensives Grün, feiner Schaum, milder, pflanzlicher Geschmack: Ein guter Matcha ist mit keinem anderen Tee vergleichbar. Doch zu heisses Wasser, ein klumpiges Pulver oder ein falsch geführter Besen genügen, und das Getränk wird bitter und matt.

Die gute Nachricht: Mit den richtigen Anhaltspunkten dauert die Zubereitung weniger als eine Minute. Hier erfahren Sie alles, damit Ihr Matcha zu Hause gelingt, pur, als Latte oder auf Eis.

Das Wichtigste in 20 Sekunden

  • Dosierung: 1 bis 2 Teelöffel Matcha (etwa 2 g) auf 100 ml Wasser.
  • Temperatur: maximal 70 °C, nie kochendes Wasser, sonst wird der Matcha bitter.
  • Sieben Sie das Pulver: das Geheimnis eines Matcha ohne Klümpchen.
  • Schlagen Sie ihn 15 bis 20 Sekunden in «W»-Bewegungen mit einem Chasen, bis ein feiner Schaum entsteht.
  • Bewahren Sie ihn gut verschlossen, kühl und lichtgeschützt auf.

Was ist Matcha?

Matcha ist ein japanischer Grüntee, der zu sehr feinem Pulver vermahlen wird. Einige Wochen vor der Ernte werden die Teesträucher beschattet: Die Blätter reichern sich mit Chlorophyll an und erhalten ihr intensives Grün. Nach der Ernte werden sie gedämpft, getrocknet, von Stielen und Blattadern befreit und dann langsam vermahlen.

Der grosse Unterschied zu klassischem Grüntee: Die Blätter werden nicht aufgegossen, sondern getrunken. Das Pulver wird im Wasser aufgeschlagen, man nimmt also das ganze Blatt zu sich. Das verleiht dem Matcha seine samtige Textur und seinen intensiveren Geschmack.

Zeremonieller oder Küchen-Matcha: welcher ist der richtige?

Es gibt zwei grosse Kategorien von Matcha. Sie werden nicht gleich zubereitet und sind in der Tasse nicht gleichwertig.

Zeremonielle Qualität Küchenqualität
Verwendung Pur getrunken, einfach in Wasser aufgeschlagen Gebäck, Smoothies, sehr milchige Getränke
Farbe Leuchtendes, fast neonfarbenes Grün Matteres Grün, ins Gelbliche oder Bräunliche
Geschmack Mild, pflanzlich, kaum bitter Kräftiger und bitterer
Textur Sehr feine Mahlung, cremiger Schaum Gröbere Mahlung

Für einen Matcha zum Trinken, pur oder als Latte, wählen Sie immer zeremonielle Qualität: Sie bietet die Milde und den schönen Schaum, die man sucht.

Das Zubehör

  • 🍵 Eine breite Schale (in Japan Chawan genannt): Sie lässt dem Besen Platz. Eine Müslischale tut es auch.
  • 🎋 Ein Chasen, der Bambusbesen: Seine Dutzenden feinen Borsten lösen das Pulver auf und erzeugen den Schaum. Er macht den Unterschied.
  • 🥄 Ein Chashaku, der Bambuslöffel: Zwei Löffel ergeben etwa eine Portion.
  • 🫙 Ein kleines feines Sieb, um das Pulver zu sieben.
  • 🌡️ Wasser mit 70 °C: Ohne Thermometer lassen Sie das gekochte Wasser etwa 5 Minuten stehen oder mischen zwei Drittel kochendes mit einem Drittel kaltem Wasser.
Matcha-Zubereitung in drei Schritten: Pulver sieben, Wasser mit 70 °C eingiessen, mit dem Chasen aufschlagen
Sieben, eingiessen, aufschlagen: Ein Matcha ist in weniger als einer Minute zubereitet.

Die Zubereitung Schritt für Schritt

1. Sieben Sie das Pulver

Matcha bildet von Natur aus kleine Klümpchen. Geben Sie 1 bis 2 Teelöffel (etwa 2 g) durch ein feines Sieb direkt in die Schale. Diese 5 Sekunden verhindern fast alle Klümpchen.

2. Etwas Wasser dazugeben

Giessen Sie zuerst wenig Wasser mit 70 °C dazu und rühren Sie mit dem Chasen eine glatte Paste an. Füllen Sie dann auf etwa 100 ml auf.

3. In «W»-Bewegungen aufschlagen

Halten Sie den Chasen gerade und schlagen Sie zügig aus dem Handgelenk in «W»- oder «M»-Bewegungen, ohne auf den Schalenboden zu drücken. Nach 15 bis 20 Sekunden bildet sich an der Oberfläche ein feiner Schaum aus kleinen Bläschen. Zum Schluss ziehen Sie den Besen langsam in der Mitte der Schale heraus.

4. Sofort geniessen

Matcha ist kein Aufguss: Das Pulver schwebt im Wasser und setzt sich mit der Zeit am Boden ab. Trinken Sie ihn in den folgenden Minuten und schwenken Sie die Tasse dabei leicht.

Die häufigsten Fehler

  • 🔥 Kochendes Wasser: Es verbrennt das Pulver und betont die Bitterkeit. Bleiben Sie bei maximal 70 °C.
  • 🌀 Im Kreis rühren: Man vermischt, erzeugt aber keinen Schaum. Die «W»-Bewegung ist der Schlüssel.
  • 🧱 Das Sieben vergessen: Klümpchen lösen sich nicht mehr auf, sobald das Wasser drin ist.
  • 💧 Zu viel Wasser: Mehr als 100 bis 120 ml auf 2 g machen den Matcha fade.
  • ☀️ Ein schlecht verschlossener Beutel: An Luft und Licht verliert das Pulver schnell Farbe und Aroma.

Drei Arten, ihn zu trinken

Pur, auf japanische Art

Das ist die Version namens Usucha, der «dünne Tee»: 2 g Matcha, 100 ml Wasser mit 70 °C, schaumig geschlagen. Die beste Art, den Geschmack eines guten zeremoniellen Matcha zu entdecken.

Der Matcha Latte

Schlagen Sie 2 g Matcha mit nur 30 ml Wasser von 70 °C zu einer glatten Creme auf. Giessen Sie dann 150 bis 200 ml warme, aufgeschäumte Milch oder einen Haferdrink dazu, der besonders gut zu Matcha passt. Nach Wunsch leicht süssen, mit etwas Honig oder Ahornsirup.

Der Iced Matcha

Schlagen Sie 2 g Matcha mit 50 ml Wasser von 70 °C auf, giessen Sie ihn in ein Glas voller Eiswürfel und füllen Sie mit kalter Milch oder frischem Wasser auf. Für einen schön geschichteten Iced Latte giessen Sie zuerst die Milch und dann den Matcha darüber: Die Schichten bleiben getrennt, bis Sie umrühren.

Hausgemachter Iced Matcha Latte im Glas, mit dem Matcha-Beutel von Bothé
Der Iced Matcha Latte: 2 g Matcha, 50 ml Wasser mit 70 °C, Eiswürfel und kalte Milch.

Koffein: Wann trinkt man ihn am besten?

Wie alle Tees enthält Matcha Koffein. Da man das ganze Blatt trinkt, liefert er mehr davon als eine Tasse aufgegossener Grüntee: Je nach Ernte rechnet man im Durchschnitt mit rund 30 mg pro Gramm, also etwa 60 mg für eine Schale mit 2 g, eine Grössenordnung ähnlich wie ein kleiner Kaffee.

Matcha enthält ausserdem von Natur aus L-Theanin, eine für Tee typische Aminosäure. Das ist einer der Gründe, warum viele Liebhaber ihn als sanfter als Kaffee beschreiben. Am besten trinken Sie ihn morgens oder am frühen Nachmittag, zum Beispiel anstelle des Kaffees beim Nachmittagstief. Wenn Sie empfindlich auf Koffein reagieren, verzichten Sie am Abend darauf.

Matcha richtig aufbewahren

Matcha ist ein sehr feines und daher empfindliches Pulver: Luft, Licht, Wärme und Feuchtigkeit lassen ihn Farbe und Aroma verlieren. Verschliessen Sie den Beutel nach jedem Gebrauch sorgfältig und lagern Sie ihn kühl und lichtgeschützt. Nach dem Öffnen ist er in den ersten ein bis zwei Monaten am besten. Wenn Sie ihn im Kühlschrank aufbewahren, lassen Sie ihn vor dem Öffnen auf Raumtemperatur kommen, damit sich kein Kondenswasser bildet.

Den Chasen pflegen

Tauchen Sie die Borsten vor dem Gebrauch eine Minute in lauwarmes Wasser: So werden sie geschmeidig und brechen weniger. Spülen Sie den Besen nach dem Gebrauch nur mit klarem Wasser, ohne Seife, und lassen Sie ihn mit den Borsten nach unten an der Luft trocknen. Gut gepflegt begleitet Sie ein Chasen viele Monate.

Der Bothé-Tipp

Unseren zeremoniellen Bio-Matcha aus Kagoshima hat unser Tea-Master wegen seiner Milde und seines leuchtenden Grüns ausgewählt: 100 % Matcha-Grüntee, ohne Zusätze, rund 40 Schalen pro 80-g-Beutel. Für einen guten Start wird unser Chasen aus Bambus mit Löffel geliefert, und zum Set mit 2 Beuteln gibt es ihn gratis dazu.

Häufige Fragen

Kann man Matcha ohne Chasen zubereiten?

Ja: Ein kleiner elektrischer Milchaufschäumer oder ein gut verschlossener Shaker lösen das Pulver ebenfalls auf. Der Chasen bleibt aber das Werkzeug für den feinsten Schaum und die cremigste Textur.

Warum ist mein Matcha bitter?

Meistens ist das Wasser zu heiss oder die Dosis zu hoch. Bleiben Sie bei maximal 70 °C und 2 g auf 100 ml. Küchen-Matcha ist zudem von Natur aus bitterer als zeremonieller Matcha.

Kann man jeden Tag Matcha trinken?

Ja, unter Berücksichtigung des Koffeins. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hält für gesunde Erwachsene bis zu 400 mg Koffein pro Tag aus allen Getränken für unbedenklich, in der Schwangerschaft 200 mg. Für Kinder ist Matcha nicht empfohlen; in der Schwangerschaft oder Stillzeit fragen Sie bitte Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Was ist der Unterschied zwischen Matcha und Grüntee?

Beide stammen vom selben Teestrauch. Bei klassischem Grüntee werden die Blätter aufgegossen und dann entfernt; beim Matcha trinkt man das ganze, zu Pulver vermahlene Blatt. Mehr dazu in unserem Ratgeber Grüntee: Wirkung, Koffein und gute Gewohnheiten.

Muss man Zucker dazugeben?

Ein gut zubereiteter zeremonieller Matcha ist von Natur aus mild und braucht keinen. Im Latte rundet etwas Honig oder Ahornsirup den Geschmack ab.

Das Wichtigste in Kürze

  • 2 g Matcha, 100 ml Wasser mit maximal 70 °C, nie kochend.
  • Pulver sieben, dann 15 bis 20 Sekunden in «W»-Bewegungen mit dem Chasen aufschlagen.
  • Als Latte: 30 ml Wasser und 150 bis 200 ml Milch; auf Eis: 50 ml Wasser, Eiswürfel und kalte Milch.
  • Matcha enthält Koffein: am besten morgens oder am frühen Nachmittag trinken.
  • Gut verschlossen, kühl und lichtgeschützt aufbewahren.
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